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Zu meiner Person

 

Was hat mich geprägt?

Erfahrungen mit schönen Gottesdiensten, mit Hauskreisen und viel geistlicher Musik haben mich als Jugendlicher geprägt und mein "Herz hingeneigt zu Gott".

 

Im Studium habe ich sehr früh die Ökumene als zentrales Thema vertieft. Die Beschäftigung mit der Römisch-Katholischen Kirche, mit dem Anglikanismus und Altkatholizismus hat mir die Vielfalt von Theologie, Gottesdienst und Kirchenverständnis eröffnet.

Durch die Indienpartnerschaften habe ich dann in den letzten Jahren die konkrete Arbeit in der Weltweiten Kirche kennengelernt.

 

Der Schweizer Reformierte Theologe Emil Brunner hat mich geprägt mit dem Ansatz der "Eristik", also der Suche nach dem Anknüpfungspunkt zum Gespräch von Theologie und säkularer Welt.

Deshalb sind mir Kunst, Musik und Wissenschaft wichtig als Gesprächspartner.

Vor allem die Musik ist "ein Dialekt der Sprache Gottes in der Welt". Es fasziniert mich wenn säkulare Musiker wie Van Morrison, Bruce Cockburn oder Leonard Cohen mit biblischen Bildern arbeiten. Oder Jazzmusiker Spiritualität als Ausgangspunkt für ihre Musik entdecken.

 

Walter Hollenweger, Theologe mit Hintergrund aus den Pfingstkirchen, finde ich inspirierend für die Frage nach einer interkulturellen Theologie und dramaturgischen Bibelauslegung.

Seine "Gottesdienste für Mühselige und Beladene" sind Urbild vieler Segnungsgottesdienste.

 

Erst sehr spät lernte ich Fulbert Steffensky und durch ihn Dorothee Sölle kennen. Beide sind große Vorbilder in ihrer persönlichen Haltung, die in wunderbaren und aufrüttelnden Texten ihren Ausdruck findet.

 

Kommunitäten, Evangelische Klöster und geistliche Gemeinschaften sind für mich wichtig, da sie alternative Lebensentwürfe aus dem Geist der Bergpredigt sind.

Bei ihnen sind Seelsorge, Diakonie, gesellschaftliches Engagement und Spiritualität auf besondere Weise verknüpft. Deshalb halte ich sie für einzigartig in der Kirche und lasse mich gerne davon inspirieren.

In diesem Zusammenhang habe ich Bonhoeffers "Gemeinsames leben" und "Nachfolge" als Einstieg in seine Theologie rezipiert.  

 

Geprägt hat mich das Pilgern, das "auf dem Weg sein", mit anderen oder alleine.

Geprägt hat mich das Musik-machen, sei es als Gitarrist oder Sänger, alleine oder in der Band.

Geprägt haben mich Autoren wie C.S. Lewis oder J.R.R. Tolkien, die in ihren großen Mythen von den zentralen Themen des Menschseins erzählen.

 

 

Was bewegt mich in meinem Amt?

Kirche, Pfarrberuf, Gemeinde... All das befindet sich im Umbruch.

Das möchte ich mitgestalten.

Ich erwarte, dass unsere Kirche in den kommenden Jahren und Jahrzehnten kleiner werden wird, politischer (im Sinne von Weltgestaltung) und "frömmer".

Sie wird Diakonie und Seelsorge als ihre zentralen Handlungsfelder wieder betonen.

Und sie wird ihr geistliches Leben weiter entwickeln.

 

Wir werden Volkskirche bleiben indem wir fragen, was die Menschen zum Leben im Angesicht Gottes brauchen. Und zwar nicht nur unsere Kirchenmitglieder.

 

Und wir werden den Pfarrberuf entdecken als "Kontaktfläche" zur säkularen Gesellschaft.

  

Diesen Wandel möchte ich als Propst gerne mitgehalten. Und ich möchte ihn als Chance sehen, nicht als Bedrohung. 

In einem Kirchenlied heißt es "Immer wird ein Mund sich üben, der Dank für deine Taten spricht". Kirche im Sinne von Gemeinschaft von Christen wird es immer geben, auch wenn die Form der Kirche als Institution sich verändert.

Das bedeutet für mich, dass wir uns vom Wandel nicht verunsichern lassen, sondern mutig und fröhlich von dem reden was uns trägt. Und engagiert das leben, was uns wichtig ist. 

 

 

 

Ich bin gerne in Oberhessen

Auch als gebürtiger Rheinhesse lebe ich gerne hier.

Es ist eine Region mit Vielfalt. Und mit einer bunten kirchlichen Landschaft mit lebendigen Gemeinden und spannenden Projekten und Arbeitsfeldern. 

 

Als Gemeindepfarrer, als Referent für Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung und schließlich als Propst habe ich in Oberhessen Kirche in vielen Facetten erlebt.

Und es ist eine wunderbare Landschaft mit schönen Orten, viel Wald und -vorallem!- interessanten Menschen.

 

 

 

 

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