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Ewigkeitssonntag

Ein stiller Feiertag für die Trauer

Grabstätte

Mit Grabsteinen schaffen Steinmetze nicht nur für die Angehörigen von Verstorbenen Denkmale mit tiefem Sinn.

Mit dem Ewigkeits- oder Totensonntag enden im November die Trauer- und Gedenktage. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag des Kirchenjahrs, bevor mit dem Advent und der Geburt Jesu Christi ein neuer Zyklus des Kirchenjahres beginnt. In diesem Jahr fällt er auf den 24. November.

Der Totensonntag ist vereinfacht gesagt das evangelische Gegenstück zum katholischen Feiertag Allerseelen (2. November). Neben dem Andenken an die Verstorbenen wird in vielen evangelischen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt.

Stiller Feiertag

Der Totensonntag ist ein stiller Feiertag, das heißt, er ist durch die Feiertagsgesetzgebung der Bundesländer besonders geschützt. Öffentliche Sport-, Tanz- und Musikveranstaltungen sowie Märkte sind laut dieser Gesetze am Totensonntag verboten. Damit bleiben auch Weihnachtsmärkte geschlossen.

Umgang mit Trauer

An dem Gedenktag sollen Menschen Trost finden, wenn im vergangenen Jahr der Verlust eines Angehörigen oder eine Trennung zu beklagen war. Oft können Angehörige die Namen ihrer Verstorbenen in Trauerbücher eintragen, für sie wird dann im Gottesdienst gebetet. Seit einigen Jahren funktioniert das sogar online mit einem Angebot der evangelischen Kirche über die Internetseite „trauernetz.de”. Dort gibt es eine Chatandacht, die am Ewigkeitssonntag um 18:00 Uhr stattfindet. Die Online-Andacht ergänzt das gottesdienstliche Angebot der Kirchengemeinden vor Ort. Im Chat können Angehörige und Freunde auch an Menschen erinnern, die bereits vor längerer Zeit gestorben sind. Zudem bietet sie auch Trauernden, die nicht an einem Gemeindegottesdienst teilnehmen können, eine Möglichkeit des Gedenkens.

In diesem Jahr hat sich die EKHN mit einer Impulspost zum Thema „Trauer mit mir” an ihre Mitglieder gewendet. Das Schreiben und die dazugehörige Website trauermitmir.de bieten praktische Hilfen von der Checkliste für Beerdigungen bis zu Formulierungen für Kondolenzschreiben.

Die Evangelische Sonntagszeitung bietet eine kostenlose Sonderbeilage zum Thema „Trauer und Trost“.

Im Zentrum steht die Auferstehung

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. ordnete 1816 an, jährlich den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung der Verstorbenen zu begehen. In vielen Landeskirchen setzte sich diese Tradition als „Totensonntag” durch. In anderen Landeskirchen heißt der Sonntag Ewigkeitssonntag, um damit nicht den Tod ins Zentrum zu stellen, sondern die Auferstehung und das ewige Leben, an das Christen glauben.

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