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Kirche steht zu Biebertaler Kitas

Die evangelische Kirche unterstreicht mit einer Öffentlichkeitsaktion ihre Bereitschaft und ihr Können, auch künftig Kitas in Biebertal zu betreiben.

Die evangelischen Kirchengemeinden in Biebertal und das Evangelische Dekanat Gießen haben gemeinsam ihren Willen unterstrichen, die Trägerschaft der vier Kitas in Rodheim, Vetzberg, Bieber und Fellingshausen auch in Zukunft übernehmen zu wollen.

Allerdings brauchen die Kitas „neue und zeitgemäße Verträge für ihre Arbeit“, heißt es in einer ausführlichen Information an Kita-Eltern und Gemeindemitglieder. Drei Jahre lang haben Gemeinden und Dekanat mit der Gemeinde Biebertal verhandelt, ohne dass es durch die Kommune zum Abschluss gekommen sein. Der überholte Betriebsvertrag sei im Februar gekündigt worden, „damit sich endlich etwas bewegt!“, heiß es in einem Sondergemeindebrief der Biebertaler Kirchengemeinden und auf der Internetseite des Dekanats "Wir wollen auch in Zukunft weitermachen!"

Zugleich wird an alle evangelischen Haushalte eine Postkarte versandt, die das Motto trägt. Kirchengemeinden und Dekanat wollen, so heißt es, „dass die Familien endlich Sicherheit darüber haben, wie ihre Kinder künftig betreut werden“. Als großer Träger in und um Gießen verfügten Evangelische Kitas über „viel Erfahrung und sehr gute Erzieherinnen und Erzieher“.

In der Veröffentlichung werden die finanziellen Rahmenbedingungen der Kirche für die zukünftige Kita-Arbeit beschrieben. Die Kirche will und kann auch weiterhin Kirchensteuermittel einsetzen, obwohl sie kleiner und über weniger Mittel verfügen wird. „Was wir nicht mehr leisten können, ist uns im bisherigen Umfang finanziell einzubringen und die Kosten für die Kita-Gebäude mit zu übernehmen.“  Die Kirche habe bislang mehr geleistet als andere freie Kita-Träger. Jetzt nähert man sich den üblichen Standards an, mit denen freie Träger die Kommunen in der Kindertagesbetreuung unterstützen können.

Auch künftig stellen die Kirchengemeinden ihre eigenen Grundstücke kostenfrei zur Verfügung und fließen Kirchensteuermittel in den Betrieb der Kitas. Der Unterhalt kircheneigner Kita-Gebäude wurde einige Jahrzehnte lang zur Hälfte von der Kirche übernommen. Das aber ist für die kleiner werdende Kirche nicht mehr leistbar.

 

Für die Fortführung evangelischer Trägerschaft von Kitas spricht nach Ansicht des Dekanats und der Gemeinden, dass in den Kitas hoch qualifizierte und sehr motivierte Mitarbeitende sind, die sich in hohem Maße mit ihrem Beruf und mit dem kirchlichem Arbeitgeber identifizieren.

Außerdem bringen die Kirchengemeinden vor Ort sich mit viel Herz in ihren Kitas ein, die Kirchenvorstände begleiten Kitas in Konzeptions- und Personalfragen und unterstützen die Einrichtung ehrenamtlich.


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