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Kinderbetreuung

Sechs Stunden kostenlos im Kindergarten

Kinder im Kindergarten melden sich

Kinder im Kindergarten melden sich

Das Land Hessen hat zum 1. August 2018 die Betreuungskosten für Kinder zwischen drei und sechs Jahren für sechs Stunden am Tag abgeschafft. Doch wie sieht das in den kirchlichen Kindergärten aus?

Seit dem 1. August sind sechs Stunden der Betreuung von Kindern ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt  in Hessen kostenfrei – sofern die Kommune mitmacht. Und das wollen nach Angaben des Ministeriums die meisten, mehr als 80 Prozent der Kommunen haben die Förderung beantragt. Manche Orte legen sogar noch einen drauf: In Frankfurt werden die Kindergärten komplett kostenfrei, nur dass Verpflegungsgeld müssen die Eltern weiterhin noch zahlen.

Kirchliche Kindergärten kosten so viel wie städtische  

Das gilt auch für die Einrichtungen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. „ Wir schließen uns den Gebührensatzungen der Kommunen an, um keine Konkurrenz hervorzurufen. Bei Veränderungen in der Kommune passen wir unsere Gebühren der Kommune an“, erklärt Sabine Herrenbrück, die  den Fachbereich Kindertagesstätten im Zentrum Bildung der EKHN leitet und damit knapp 600 Einrichtungen in ganz Hessen und Rheinland-Pfalz verantwortet, 490 davon allein in Hessen. 

„In Frankfurt wäre der Kindergartenbesuch auch bei uns kostenfrei, aber die Gebühren sind hessenweit sehr uneinheitlich und werden es auch weiter sein.“ Zwischen den Kommunen können Unterschiede von mehreren hundert Euro bestehen. Und so uneinheitlich wie die städtischen Gebühren werden landesweit auch die Gebühren der kirchlichen Einrichtungen bleiben.

Folgen der Beitragsfreiheit

Dabei variieren nicht nur die Gebühren. Die teilweise Beitragsfreiheit für die Eltern habe schon jetzt zu einer erhöhten Nachfrage nach Ganztagsplätzen geführt. Diese Kapazitätsfragen lösten manche Kommunen mit kürzeren Betreuungszeiten. „Ganztag kann mancherorts sieben Stunden Betreuung bedeuten, während es woanders zehn Stunden am Tag sind.“ 

Qualität ist wichtig

Grundsätzlich findet Herrenbrück die Elternfreistellung bei den Beiträgen in Ordnung. „Aber für die Qualität wurde nicht ausreichend getan.“ Sie wünscht sich einen besseren Betreuungsschlüssel. „Ich möchte gerne mit dem Mythos aufräumen, dass Erzieherinnen  so schlecht verdienen. In den Tarifen hat sich einiges getan“,  erklärt die Fachbereichsleiterin. „Eine Vollzeitstelle mit 5 Jahren Berufserfahrung bringt 3000 Euro brutto, das ist nicht so schlecht.“ Wichtig für die Erzieherinnen seien aber gute Arbeitsbedingungen und dies stehe wieder im Zusammenhang mit besseren Personalausstattungen in den Kindertagesstätten.


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